Der PRRS-Plan in Belgien

Das porcine, reproduktive und respiratorische Syndrom (PRRS) hat einen großen Einfluss auf die belgische Schweineproduktion.

Der Sektor hat einen ehrgeizigen, freiwilligen, nationalen PRRS-V-Kontrollplan gestartet. Dieser Mehrjahresplan bietet den verschiedenen Gliedern der Schweinezuchtkette einen Ansatz und spezifische Ziele an:

  • für die Besamungsstationen (BS): nur noch über PRRS-V-negative Eber verfügen und dort schließlich das Virus ausrotten.
  • für die Zuchtbetriebe von Eber oder Jungsauen, das PRRS-V eliminieren, so dass negative Ersatzeber an die BS geliefert werden.
  • für die konventionellen Zuchtbetriebe, gesunde Sauen und Ferkel/Schweine, gesunde Sauen und Ferkel erhalten.
    Diese Züchtungen können sich an das PRRS-Monitoring Ferkel wenden.

Für alle liegt der Schwerpunkt auf einem betriebsspezifischen Ansatz, um das Risiko der internen PRRS-V-Verbreitung zu reduzieren und die Einführung des Virus oder neuer Varianten des Virus zu verhindern. Es ist wichtig, regelmäßig Proben zu entnehmen und untersuchen zu lassen, da die Verwaltung auf der Grundlage dieser Ergebnisse organisiert wird und dem Bestand angepasst wird, um gegebenenfalls dem Virus entgegenzuwirken.
Dank der finanziellen Unterstützung des Gesundheitsfonds, sowie einer Beteiligung der WR, erhalten alle Programmteilnehmer im Jahr 2022 eine Intervention auf die Laboruntersuchungen (PCR, ELISA).


Monitoring PRRS - BS

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Im Rahmen der neuen europäischen Regelung, müssen die BS, die innergemeinschaftlich Sperma verkaufen möchten, PRRS-V-frei anerkannt sein.

Der Plan zur Bekämpfung des PRRS legt zunächst fest, dass alle BS als « PRRS-V-seronegative Zucht » anerkannt werden, wenn alle anwesenden Eber seit einer gewissen Zeitspanne seronegativ sind. Das Ziel besteht darin, das Virus bis zum Jahr 2023 komplett auszurotten. Wenn das PRRS-V auf dieser Ebene beherrscht wird und alle Eber negativ sind, werden die Zuchtbetriebe sofort in den Genuss dieses positiven Effekts kommen.

Zur Entwicklung von PRRS-V-freien BS, gibt es, je nach Ausgangsstatus der Zucht, verschiedene Szenarien. Zunächst ist es wichtig, mit dem Betriebstierarzt und einem Tierarzt der ARSIA festzulegen, wie das PRRS-V-Problem im Betrieb am besten gelöst werden kann.

Der « Leitfaden der bewährten Verfahren PRRS» für die BS enthält zahlreiche Ratschläge der Biosicherheit, sowie die Probenentnahmestrategie und die Beschreibung der PRRS-Status.

Kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail : sdrp@arsia.be oder Telefon: 083/23 05 15, wenn Sie am Kontrollplan des PRRS-V für Ihren BS-Betrieb teilnehmen möchten und eine finanzielle Intervention auf die Analysen erhalten möchten.

Im Jahr 2022 werden die PRRS-Analysen, die im Rahmen dieses Programms durchgeführt werden, größtenteils vom Gesundheitsfonds übernommen, und zwar:

  • 8,5 € pro ELISA PRRS (Nachsuche der Antikörper)
  • 31,5 € pro PCR PRRS (Nachsuche des Virus)

Im “Leitfaden der bewährten Verfahren für die Besamungsstationen“, erhalten Sie zahlreiche Ratschläge über die interne und externe Biosicherheit, die Sie sofort umsetzen können. Der Leitfaden erklärt ebenfalls, wie eine BS serologisch negativ werden und bleiben kann.

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Monitoring PRRS – Zuliefererbetriebe von Ebern oder Jungsauen

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Der Plan zur Kontrolle des PRRS-V zielt darauf ab, eine Karte der PRRS-Status der Zuliefererbetriebe von Ebern und Jungsauen anzufertigen. Diese Betriebe können somit Ersatztiere liefern, die beim Verkauf PRRS-V-negativ sind, mit allen positiven Konsequenzen für die Produktionsbetriebe.

Das Monitoring des PRRS für die Zuliefererbetriebe von Ebern und Jungsauen ist 3 Mal pro Jahr durchzuführen. Der Schweinezüchter und sein Tierarzt können zwischen 5 oder 10 Blutproben pro Altersklasse wählen. Die 4 Altersklassen, denen Proben entnommen werden können, sind:

  • die Ferkel zu Beginn der Absetzphase,
  • die Ferkel am Ende der Absetzphase,
  • die Schweine zu Beginn der Mast/Vormast,
  • die Schweine am Ende der Mast.

Alle Proben werden im Labor mittels PCR auf die Anwesenheit oder Abwesenheit des PRRS-Virus untersucht. Zu diesem Zweck werden die Blutproben in 5er-Gruppen gepoolt.

Wenn das PRRS-Virus nachgewiesen wird, wird es sequenziert, um den Stamm zu identifizieren. Auf diese Weise kann überprüft werden, ob neue Stämme in den Betrieb eindringen oder ob derselbe Stamm zirkuliert und dort ständig zu finden ist.

Darüber hinaus können der Tierarzt und sein Züchter auch eine individuelle Untersuchung der Proben auf Antikörper gegen das PRRS-V (ELISA) beantragen. Dies ist nur bei Ferkeln/Schweinen sinnvoll, die nicht gegen das PRRS geimpft wurden, und erst ab dem Ende der Absetzphase.

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Monitoring PRRS - Ferkel

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Welches Ziel verfolgt das PRRS-Monitoring der Ferkel ?

Um den Gesundheitsstatus Ihres Betriebs zu optimieren, ist es zunächst notwendig, den Druck der Krankheit(en) in der Wachstumsperiode der Schweine (nach dem Absetzen/Mast) zu ermitteln. Das PRRS-Ferkel-Monitoring, das vom Gesundheitsfonds finanziell unterstützt wird, bietet ein Analyseprotokoll zur Messung der Anwesenheit des PRRS. Anhand der Ergebnisse können Sie die Situation in Ihrem Betrieb mit Ihrem Betriebstierarzt besprechen.

Das Monitoring der Ferkel ermöglicht folgende Nachsuche an den Ferkeln der Absetzphase

  • die Anwesenheit oder Abwesenheit des PRRS-Virus (PCR) an 2 Altersklassen,
  • und zusätzlich, eine Nachsuche der Antikörper gegen das PRRS an den älteren Tieren, wenn die Ferkel nicht gegen das PRRS geimpft sind.

Die Überwachung der Ferkel erfolgt dreimal im Jahr an 20 Blutproben, die den Ferkeln in der Absetzphase entnommen wurden (siehe untenstehendes Schema).

Wenn ein Virus nachgewiesen wird, findet eine Sequenzierung statt, um den Stamm des PRRS-Virus zu identifizieren. Auf diese Weise kann überprüft werden, ob neue Stämme in den Betrieb gelangen oder ob der gleiche Stamm zirkuliert. Jeder Teilnehmer kann einen zusammenfassenden Bericht über die durchgeführten Analysen erhalten, so dass er sich ein Bild des PRRS der Ferkel in der Absetzphase im Laufe der Zeit machen kann.

Wie viel kostet das PRRS-Ferkel-Monitoring den Schweinezüchter?

Das Monitoring der Ferkel wird größtenteils vom Gesundheitsfonds finanziert, mit einer Beteiligung der WR. Die Intervention pro PCR-Analyse beträgt 42,25 € und 8,5 € pro ELISA. Darüber hinaus finanziert der Fonds die Sequenzierung zu 100%.

Die Tierarzthonorare für die Probenentnahmen sind zu Lasten des Züchters.

Um am PRRS-Kontrollplan für Ihren Betrieb teilzunehmen und einen finanziellen Ausgleich zu erhalten, kontaktieren Sie uns bitte per E-Mail : sdrp@arsia.be oder per Telefon: 083/23 05 15.

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Monitoring PRRS - Zucht

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WER ?

Zucht ohne Impfung gegen das PRRS-V
Vor kurzem negative serologische Stichprobe(n) PRRS-V
Ferkel und/oder Mastschweine seronegativ angesichts des PRRS-V

WAS ?

Das Zucht-Monitoring gewährleistet eine systematische Nachverfolgung der Zuchttiere (Jungsauen und Eber) bei ihrer Ankunft in der Quarantäne, kombiniert mit einer Überwachung der anwesenden Sauen und Schweine. Der Schweinehalter und sein Tierarzt führen ein regelmäßiges Monitoring (3X/Jahr).

WIE ?

Der Betriebstierarzt beprobt systematisch alle Zuchttiere bei deren Ankunft in der Quarantäne mittels Blutproben. Er entnimmt den anwesenden Schweinen dreimal im Jahr Blutproben, laut dem unten beschriebenen Schema.

Das Labor führt an allen Proben eine individuelle Nachsuche der Antikörper (ELISA) gegen das PRRS-V durch.

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Monitoring PRRS - Mastschweine

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Für teilnehmende Betriebe, die nach mehrfachem Ferkel-Monitoring (mindestens 3 durchgeführte Überwachungen) negative PRRS-Testergebnisse besitzen, steht ein neues Hilfsmittel zur Verfügung: das Monitoring Mastschweine.

Dieses Monitoring ist vom Betriebstierarzt dreimal im Jahr durchzuführen. Blutproben werden in der Vormast und am Ende der Mast entnommen (5 oder 10 pro Altersklasse, nach Wahl des Tierarztes).

Alle Proben werden im Labor einerseits auf das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein des PRRS-Virus mittels PCR (zu diesem Zweck werden die Blutproben mit 5 gruppiert) und andererseits auf das Vorhandensein oder Nichtvorhandensein von Antikörpern gegen das PRRS-V (ELISA) untersucht.

Wenn das Virus in Blutproben nachgewiesen wird, wird es sequenziert, um den Stamm zu identifizieren. Auf diese Weise kann überprüft werden, ob neue Stämme in den Betrieb eindringen oder ob derselbe Stamm zirkuliert und dort ständig zu finden ist.

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