In einer Hobbyzucht in Tongeren-Borgloon (Limburg), in der hauptsächlich exotische Vögel gehalten werden, wurde eine Infektion mit dem hochpathogenen Vogelgrippevirus H5N1 festgestellt.
Um eine Ausbreitung des Virus zu verhindern, wurden Sperrzonen abgegrenzt: eine Schutzzone mit einem Radius von 3 km und eine Überwachungszone mit einem Radius von 10 km. Dort gelten die üblichen Maßnahmen im Zusammenhang mit Tätigkeiten, bei denen Geflügel und Vögel eine Rolle spielen.
Zum jetzigen Zeitpunkt lässt sich noch nicht feststellen, ob dieser erste Infektionsfall der neuen Saison auf ein Virus zurückzuführen ist, das im Laufe des Sommers in unserem Land weiter zirkuliert hat, oder auf ein „neues“ Virus, das im Zuge der derzeit stattfindenden Vogelwanderungen eingeschleppt wurde. In Nordeuropa wurden entlang der Vogelzugwege in Richtung unseres Landes bereits die ersten Infektionen bei Wildvögeln festgestellt.
Wichtiger Aspekt für den Geflügelsektor
Diese Kontamination hat keine Auswirkungen auf den Gesundheitsstatus unseres Landes in Bezug auf die Vogelgrippe, da es sich um eine Ansteckung bei in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln und nicht bei Geflügel handelt.
Zum jetzigen Zeitpunkt werden die allgemeinen Maßnahmen nicht verschärft. Die FASNK bewertet die Lage regelmäßig und berücksichtigt diese Kontamination bei ihrer Risikobewertung.
Seien wir wachsam !
Jeder Züchter muss auf die Anzeichen der Vogelgrippe, achten, bei den geringsten Verdachtsanzeichen seinen Tierarzt rufen und tote oder kranke Vögel nicht berühren. Bei bestätigtem Verdacht meldet der Tierarzt dies der zuständigen LKE.
Im Rahmen der erhöhten Wachsamkeit können folgende Proben an das Labor der ARSIA gesandt werden :
- 3 frische Kadaver oder kranke Vögel, die kürzlich eingeschläfert wurden
- Organproben von 3 Vögeln
- Abstriche von mindestens 5 kranken Tieren
Der Tierarzt wird sie unverzüglich an die ARSIA weiterleiten, zusammen mit den erforderlichen Antragsformularen.
Die im Rahmen der Überwachung der Vogelgrippe durchgeführten Autopsien und Analysen werden von der FASNK finanziert. Die Kosten für den Betriebsbesuch und die Probenentnahme gehen zu Lasten des Tierhalters.
Das Vorhandensein toter Vögel in der Natur kann außerdem unter der kostenlosen Hotline 0800 99 777 gemeldet werden.
Alle relevanten Informationen zu den Maßnahmen und Sperrzonen sind auf der Internetseite der FASNK verfügbar..
