2 neue Seuchenherde der Besnoitiose in der Wallonie

Zur Erinnerung, im Mai 2019, wurde die Besnoitiose zum ersten Mal an Rindern diagnostiziert, die in der Wallonie, in einem Bestand in der Gemeinde Burdinne geboren wurden. Die damalige Untersuchung ergab, dass die Infektionsquelle ein Stier war, der 2015, drei Jahre vor Beginn der systematischen Nachsuche beim Import, aus Frankreich importiert wurde. Seit Januar 2018 wird systematisch bei allen Rindern, die aus einem Land importiert wurden, in dem diese parasitäre Krankheit endemisch ist (Frankreich, Spanien, Portugal, Italien, Schweiz), eine Nachsuche der Besnoitiose durchgeführt.

Da nicht ausgeschlossen werden konnte, dass andere, symptomlose Trägertiere der Besnoitiose vor der Einführung der systematischen Nachsuche beim Ankauf, importiert wurden, hat die ARSIA über ein GPS-Projekt, eine retrospektive Maßnahme zum Nachweis gestartet. Diese Aktion erfolgt in Kombination mit den IBR-Blutproben, die allen Tieren entnommen wurden, die zwischen dem 1. Januar 2013 und dem 1. Januar 2018 aus Risikogebieten importiert wurden.
Bisher wurden von den 5.522 an dieser Aktion beteiligten Rindern 3.141 (57%) getestet. Von diesen wurden 3 Tiere aus 2 verschiedenen Betrieben als seropositiv nachgewiesen. Diese beiden Betriebe befinden sich in den Gemeinden Viroinval und Bertrix. Zwischen ihnen besteht kein epidemiologischer Zusammenhang, auch nicht mit dem, im Mai 2019 nachgewiesenen, ersten Seuchenherd. In den 2 betroffenen Betrieben, sowie den Kontaktbeständen (Nachbarn und Ankäufer) laufen derzeit die Untersuchungen.

Zusätzlich zu diesen Untersuchungen wird die retrospektive Nachsuche fortgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt halten 363 wallonische Bestände mindestens 1 Rind, das aus einer Risikozone importiert wurde und noch nicht getestet wurde. Daher ist es möglich, dass in den folgenden Wochen weitere Seuchenherde entdeckt werden. Die ARSIA bittet all ihre Tierhalter, die jährlichen IBR-Blutproben so schnell wie möglich durchzuführen, so dass die eventuell infizierten Rinder vor dem Weideauftrieb nachgewiesen werden können. Die Kosten für die Besnoitiose-Untersuchungen werden vollständig übernommen.

Um die jährlichen IBR-Blutproben voranzutreiben oder jegliche Information bezüglich der Besnoitiose, kontaktieren Sie bitte unseren Dienst der «Gesundheitsverwaltung» unter der Nummer 083/23.05.15 Option 4.